Kampf dem kirchlichen Arbeitsrecht!

Kampf dem kirchlichen Arbeitsrecht!

Gründung eines Trägervereins!

Zum Tag der Arbeit am 1. Mai 2022 hat Humini-Sprecher J.-C. Petersen einen Artikel über die Abschaffung des kirchlichen Arbeitsrechts auf hpd.de verfasst. Dort kommen Vertreter der Bundesregierung (SPD, Grüne) zu Wort, aber auch die Sprecherin der Kampagne gegen religiöse Diskriminierung. Im Folgenden finden Sie unsere Positionierung.

Das kirchliche Arbeitsrecht diskriminiert über 1 Million Beschäftigte. Der ländliche Raum Schleswig-Holsteins ist mit überdurchschnittlich vielen kirchlichen Angeboten besonders stark davon betroffen. 2019 hatten wir das bereits in diesem Artikel zur Kita-Situation im Norden dargelgt. Fachkräfte werden abgeschreckt. Unserer Humanistischen Initiative, aber auch einigen Städten und Landkreisen sind Fälle bekannt, bei denen sich engagierte Fachkräfte, die in kirchlicher Trägerschaft gesamtgesellschaftliche Aufgaben für Städte und Kreise übernehmen, diskriminiert oder sogar in die Kündigung gedrängt werden, weil sie sich weigern, in die Kirche einzutreten.

Das alles ist ein Skandal. Alle schweigen. Doch damit ist jetzt Schluss!

Das, was Stadt und Kreis in solchen Fällen tun müssen, ist es, den Kirchen die Trägerschaft zu entziehen. Das haben andere Kreise schon erfolgreich getan. Ohnehin zahlen wir – die Steuerzahler – größtenteils die Gehälter derjenigen, die in kirchlichen Einrichtungen für alle Bürgerinnen und Bürger tätig sind. Das, was die Kirchen bei ihrer Trägerschaft leisten, ist es, diesen Menschen und uns in Bezug auf die Arbeitsverhältnisse eine rückständige und diskriminierende Weltsicht aufzunötigen. Darauf können wir verzichten. 

Wir wollen einen Trägerverein gründen, der es besser macht und der sofort einspringen kann, wenn die Kirchen ihr Engagement nicht in die Schranken des für alle geltenden Gesetzes stellen, wozu sie nach §140 GG verpflichtet sind.

Wer dabei mitmachen möchte, meldet sich bei Jan-Christian Petersen über die Humanistische-Initiative Schleswig-Holstein, www.humini.de oder direkt über jcp(aet)humini.de.  

Menschen, die sich durch das kirchliche Arbeitsrecht diskriminiert sehen, sind ebenfalls aufgefordert, sich zu melden, damit diese Fälle dokumentiert und/oder öffentlich gemacht werden können.  

Jan-Christian Petersen (Humanistische Initiative)

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